Workshop "Mit Vielfalt leben!" am Wirteltor Gymnasium in Düren
Im Rahmen der Projektwochen fand mein workshop "Mit Vielfalt leben!" zur Sensibilisierung und Demokratiebildung am Wirteltor Gymnasium in Düren statt. "Mit Vielfalt leben!" war eine sehr gelungene und wertvolle Veranstaltung in einer sehr persönlichen und guten Atmosphäre. Nachdem viele Begrifflichkeiten wie Othering, Schubladendenken, Vorurteile, Diskriminierung und Rassismus geklärt werden konnten, wurden einige Sensibilisierungs-Spiele durchgeführt. Dabei ging es vor allen Dingen darum, sich selbst in dieser Thematik zu reflektieren, zu schauen, wo man selber Diskriminierungen erlebt und wie damit an der Schule umgegangen wird. Nach vielen persönlichen Erfahrungen, die in vertraulicher Runde vermittelt wurden, fand im 3.Teil des workshops eine Reflektions -Runde statt.
Alle teilnehmenden Schüler:innen sagten, viel aus dem workshop mitnehmen zu können. Auf die Frage "Was hat Euch der workshop heute gebracht? Und was nehmt ihr mit?" gab es durchweg nur positive Stimmen.
Antworten:
- "Ich wurde sehr gemobbt und fand es sehr gut, hier in einer schönen und persönlichen Atmosphäre darüber sprechen zu können."
- "Hakenkreuze werden auf Tische gekratzt und es hat keine Folgen"
- "Heil Hitler! wird hier im Flur gerufen und es hat keine Konsequenzen!"
- "Das, was wir hier in kleiner Runde besprechen, sollte für die gesamte Stufe und auch für die gesamte Schule angeboten werden!"
- "Diejenigen, die selber diskriminieren oder rassistisch sind, sitzen heute nicht hier. Es wäre wichtig, dass genau diese Schüler diesen Sensibilisierungs-workshop machen."
- "Wegen meiner Sprache sagte mir ein Lehrer, dass ich es an einem Gymnasium nicht schaffen würde, ich habe es aber bis hierhin geschafft!"
- "Wir konnten heute hier sehr offen über eigene Diskriminierungen und Rassismuserfahrungen sprechen und in den persönlichen Austausch gehen. Das war sehr gut."
- "Wir sehen, dass viele von uns viele Diskriminierungen erlebt haben. Und ich habe mich hier sehr wohl gefühlt und konnte sehr offen über meine Erfahrungen reden."
- "Ich hätte nicht gedacht, dass so viel Frauenfeindlichkeit herrscht und das wurde hier sehr deutlich."
- "Ich habe gemerkt, dass ich sehr privilegiert bin und keine Form von Diskriminierung erlebe."
- "Wir haben uns sehr wohl gefühlt in dieser Runde und konnten sehr offen über eigene Erfahrungen sprechen."
- "Ich gehe sehr viel sensibler hier raus und versuche vielleicht im Alltag anders auf Situationen zu reagieren, die ich vorher so nicht wahrgenommen hätte."
"Wie wichtig die Sensibilisierungsarbeit ist, konnte ich heute auch an Eurer Schule in der Zusammenarbeit mit jungen Menschen erleben und freue mich, auch in dieser Runde dazu anregen zu können, die "empathische Brille" aufzusetzen", so Handan Cetinkaya-Roos (Bildungscoach, interkulturelle Trainerin, Kulturmittlerin).

